Sommerlager

Sommerlager 2020

Vom 5. bis am 17. Juli zelteten wir im Rahmen des Sommerlagers in Flüelen UR. Das Motto «Gringos Atrapados – wir brechen aus» führte uns durch das diesjährige Lager. So genossen wir zwei tolle Wochen voller Spiel und Spass.

 

Für 32 motivierte Gefängnisausbrecher, auch «Gringos» genannt, startete der Sonntagmorgen nicht etwa wie gewohnt in der Zelle, sondern in der Kirche. Mit Sack und Pack führte der Gefängniszug die Häftlinge nach Flüelen in den neuen «Outdoor-Knast». Nach einer kurzen Einweisung der Wärter (Leitungsteam) haben sich alle Gefangenen auf die kommende Zeit vorbereitet und sich heimelig eingerichtet. Nun konnte das Gefängnisleben starten.

 

Schon am nächsten Tag schwirrte der Gedanken nach Freiheit in den Köpfen der jungen Gringos umher. Der Ausbruchsversuch mit selbstgebauten Flossen scheiterte leider. Am Tag darauf bastelten die Kinder einen Sombrero als Tarnung, um sich bei einem allfälligen Freigang besser unter die mexikanische Bevölkerung zu mischen. Am Abend erhielten die Gringos einen heissen Tipp. Sie sollen sich im Morgengrauen über die Berge aus dem Staub machen. Die älteren Verbrecher versuchten ihr Glück über den Surenenpass, während die jüngeren von Bürglen aus nach Eggberge flohen. Leider unterlief den jungen Ausbrechern in der Fluchtplanung ein Fehler und sie landeten ungewollt wieder in Flüelen. Auch den älteren Gringos wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die Wärter erwarteten sie bereits in Engelberg, als sie am zweiten Tag ihrer Flucht dort eintrafen. Da die Wärter trotz allem von der Leistung der Geflüchteten beeindruckt waren, gönnten sie ihnen nach der Rückführung ins Gefängnis ein Wellnessprogramm zur Erholung von den Strapazen des Ausbruchs. Am Abend veranstalteten die Gringos ein illegales Casino im Festzelt des Gefängnisses.

 

Die Wärter mussten sich eingestehen, dass ihre Autorität gegenüber den Gefangenen unter der lockeren Führung der letzten beiden Tage litt. Deshalb griffen sie am nächsten Tag hart durch. Unter der Leitung des Boot-Camp- Trainers «Major Birdy» mussten die Gringos den ganzen Tag Sport- und Ausdauerübungen absolvieren. Am Sonntag der ersten Lagerwoche gab es einen feinen Brunch. Dieser stärkte uns für den Nachmittag in der gefängniseigenen Seebadi. Am Abend galt es dann für die Fünftklässler ernst. Sie wurden offiziell in die Jungwacht. Entlebuch aufgenommen, nachdem sie ihre Tapferkeit unter Beweis gestellt hatten.

 

Die Fähigkeit, im Wald zu überleben, ist sehr wichtig, wenn man einen Fluchtversuch wagen will. Deshalb brachten einige korrupte Wärter den Gefangenen diverse Pionier- und Survivaltechniken, etwa zum Bau eines Blachen-Zeltes, bei. Am Abend versuchten die Häftlinge ihre neu gelernten Fähigkeiten während der Flucht anzuwenden, um dann im dichten, dunklen Wald zu übernachten. Durch die Nacht im Wald wurde den Insassen bewusst, wie schön sie es zusammen mit den Wärtern im Gefängnis hatten. Dies wurde mit einem Fajita-Plausch am Abend gefeiert Den Donnerstag und den Freitag verbrachten die Gringos damit, das Gefängnis wieder auf den bei Haftantritt vorgefundenen Zustand zu bringen. Die Holzbauten wurden abgebaut, das Material bereit zum Transport gemacht und alles in den Lastwagen verladen. Aufgrund guter Führung sind alle Häftlinge, auch die Schlimmsten, am Freitag zurück nach Entlebuch gebracht und in die Freiheit entlassen worden.

 

Das Leitungsteam bedankt sich noch einmal bei allenn Eltern die ihre Kinder uns anvertraut haben und wir hoffen Sie an unserem Lagerrückblick am 11. September begrüssen zu dürfen!

 

 

 

 

 

 

 

Absage KALA 2020

Auf Grund der Corona Pandemie wurde das Kantonslager 2020 abgesagt! Allerdings wird im Sommer 2021 ein Kantonslager im selben Rahmen durchgeführt werden.

Mehr dazu in der Medienmitteilung der Ressortleitung Kommunikation